5.5 Milliarden Menschen nutzen täglich soziale Medien und andere digitale Plattformen, um sich über die Geschehnisse auf der Welt zu informieren. Diese Zahl liefert die Statistikplattform statista.com. Wie viele Nachrichten, Meldungen und Mitteilungen von diesen Nutzern ausgehen sind nicht vorstellbar, aber dennoch Realität. Es ist intuitiv, dass nicht alle diese Nachrichten seriös erarbeitete journalistische Produkte sind. Einen Grossteil der digitalen Welt machen heutzutage die sogenannte Prod-users aus, welches sich aus den Wörtern "Producer" und "User" zusammensetzt. Individuen haben keine Standards oder Kodizes, die ihr Verhalten im Netz oder im Umgang mit Informationen leitet. Viel mehr herrscht auf gewissen Plattformen eine regelrechte Anarchie. Diese Plattformen wurden während der Corona Zeit ein erstes Mal dem breiten Publikum bekannt, als beispielsweise Telegram als Brutherd für verschwörungstheoretische Positionen und falschen Informationen bekannt wurde. Dieses Phänomen wird im Volksmund als etwas neuartiges gesehen und in Verbindung mit dem digitalen Wandel gesetzt, aber das stimmt nicht ganz.